„Till Eulenspiegel“ am 13. Februar im Theater am Berliner Ring:
Turbulenter Schauspiel-Spaß voller Witz und Schabernack
Ein verschmitztes Grinsen, ein scharfer Verstand und eine gehörige Portion Unfug im Sinn: Dies zeichnet den Titelhelden „Till Eulenspiegel“ im gleichnamigen Schauspiel nach der bekannten Volkssage aus, mit dem der VVV und die Stadt Burgdorf am Freitag, 13. Februar, um 20.00 Uhr ein neues Kapitel der Gastspielreihe mit dem Theater für Niedersachsen (TfN) im Theater am Berliner Ring eröffnen. Die Hauptrollen übernehmen Manuel Klein, Martin Schwartengräber, Paul Hofmann, Simone Mende, Lene Jäger, Daniele Veterale, Camila Cordero und Oliver Niess. Moritz Nikolaus Koch schrieb die Neufassung und übernahm auch die Regie. Eine kostenlose Einführung stimmt um 19.30 Uhr auf das Bühnengeschehen statt. Eintrittskarten gibt es bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Str. 2, Tel. 05136 – 1862, und im Online-Portal www.reservix.de. Für VVV-Mitglieder und Jugendliche sind Ermäßigungen im Vorverkauf vorgesehen.
Ein Spiegel menschlicher Schwächen
Wer kennt nicht die Geschichten um Till Eugenspiegel, der halb Europa zum Narren gehallten hat? In der TfN-Neufassung erwacht der wohl berühmteste Schelm des niedersächsischen Raumes zu neuem, frechem Leben. Seit Jahrhunderten treibt der mittelalterliche Narr sein Unwesen und hält den Menschen den Spiegel vor – spöttisch, provokant und stets mit einem Augenzwinkern. Gemeinsam mit seiner treuen Begleiterin Ule reist Till durch Länder und Zeiten: vom späten Mittelalter über die Bauernkriege bis in die Epoche der Weimarer Klassik und sogar in die Gegenwart. Realität und Fantasie verschmelzen dabei zu einem rasanten Spiel, das mal übermütig seiltanzend, mal derb, dreist und überraschend aktuell daherkommt.
Zeitlose Botschaften
Mit großer Lust am Rollenwechsel zeigen die Schauspieler, wie viele Gesichter Till und Ule besitzen – und wie zeitlos ihre Botschaften sind. Immer mit dabei ist Muli, der live auf der Bühne mit Soundcollagen für den passenden akustischen Rahmen sorgt und dem Geschehen eine zusätzliche, atmosphärische Ebene verleiht.
Ein intensives Bühnenerlebnis
Nicht umsonst gilt „Till Eulenspiegel“ als eines der bedeutendsten literarischen Werke des niedersächsischen Raumes. Bereits 1510 erstmals erschienen, entwickelte sich die Sammlung der Eulenspiegel-Geschichten im 16. Jahrhundert zum europäischen Bestseller und verbreitete sich in zahlreichen Übersetzungen. Trotz unzähliger Bearbeitungen und Neuinterpretationen ist der Kern stets derselbe geblieben: Eulenspiegel ist unbequem, kritisch, politisch – und gerade deshalb hochaktuell und brisant. Das Publikum im Theater am Berliner Ring erwartet ein intensives Bühnenerlebnis voller Witz, Schabernack und scharfem Blick auf die Welt, das alle Generationen anspricht.