Sonderausstellung im Stadtmuseum über die Herzogin Magdalene von Braunschweig-Lüneburg

26. September 2026

Sonderausstellung im Stadtmuseum über die Herzogin
Magdalene von Braunschweig-Lüneburg :
Die Frau hinter dem Namen des historischen Friedhofs

Der Magdalenenfriedhof mit seiner Kapelle gehört zu den bekannten historischen Orten Burgdorfs. Weitaus weniger bekannt ist dagegen die Frau, die dem Friedhof seinen Namen gab: Herzogin Magdalene von Braunschweig-Lüneburg. Eine mehr als zweijährige Recherche mit Dokumenten aus dem Landesarchiv Hannover hat neue Einblicke in das Leben der Herzogstochter und ihre Verbindung zu Burgdorf ermöglicht. Eine Sonderausstellung im Stadtmuseum Burgdorf (Schmiedestr. 6) stellt die Ergebnisse dieser von Brunhilde Schmidt übernommenen Forschungsarbeit nun der Öffentlichkeit vor. Sie ist von Donnerstag, 1. Oktober, bis Sonntag, 1. November, parallel zur Kronenausstellung dienstags bis sonntags im Museumsshop von 11.00 bis 17.00 Uhr und danach zu den Öffnungszeiten der nachfolgenden Ausstellungen bei freiem Eintritt zu sehen.
Zum Stadtfest Oktobermarkt gelten folgende Sonderöffnungszeiten: Freitag, 2. Oktober: 16.00 bis 20.00 Uhr, Samstag, 3. Oktober: 14.00 bis 20.00 Uhr und Sonntag, 4. Oktober: 11.00 bis 19.00 Uhr. Begleitend erscheint eine vom VVV und dem Förderverein Stadtmuseum herausgegebene Broschüre über die Herzogin, die im Stadtmuseum am Info-Tresen (Schutzgebühr: 3 €) erhältlich ist.

Jung verwitwet

Magdalene kam 1540 in Celle als Tochter des Herzogs Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg, genannt „der Bekenner“, zur Welt. Nach ihrer Hochzeit mit Graf Arnold von Bentheim-Steinfurt im Jahr 1561 lebte sie in Steinfurt und engagierte sich gemeinsam mit ihrem Ehemann für die Durchsetzung der Reformation. Bereits fünf Jahre später verlor sie ihren Mann und kehrte in das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg zurück.

Lebenslanges Wohn- und Nutzungsrecht

In Burgdorf erhielt Magdalene ein lebenslanges Wohn- und Nutzungsrecht für das Schloss und das Amt Burgdorf. Mit ihren Schenkungen unterstützte sie den Bau einer Kapelle auf dem neuen Friedhof vor dem Preen-Tor, der 1584 seine Einweihung feierte. Das Preen-Tor trägt heute den Namen Hannoversches Tor. Die Kapelle erhielt zu Ehren der Herzogin den Namen „Magdalenenkapelle“. Im Laufe der Zeit übertrug die Bevölkerung diese Bezeichnung auch auf den gesamten Friedhof.

Früher Tod

Herzogin Magdalene starb 1586. Ihre letzte Ruhestätte fand sie in der St.-Pankratius-Kirche. Ihre Verbindung zu Burgdorf reicht jedoch bis in die Gegenwart: Ihr Name erinnert noch heute an die Kapelle und den Friedhof, die zu den markanten historischen Orten der Stadt gehören.

Die Ausstellung zeichnet die wichtigsten Stationen im Leben der Herzogin nach. Urkunden sowie amtliche und private Schreiben aus dem Umfeld der Braunschweiger Herzöge geben Einblicke in ihre Lebensumstände und ihre Zeit. Ergänzend vermitteln Fotografien einen Eindruck von den historischen Orten und ihrer heutigen Bedeutung.

Damit rückt die Ausstellung eine Frau in den Mittelpunkt, deren Name den Burgdorferinnen und Burgdorfern seit Jahrhunderten vertraut ist, deren Lebensgeschichte jedoch lange Zeit weitgehend im Dunkeln blieb.

DSd

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Auf dem Magdalenenfriedhof 1971