Wo Cartoons plötzlich zum persönlichen Gespräch werden: Til Mette besuchte die KulturWerkStadt

Es war ein Nachmittag ganz nach dem Geschmack von Cartoon-Fans: Am Sonntag, 9. August, kam Til Mette persönlich in die KulturWerkStadt und erlebte dort, wie lebendig seine Ausstellung „Til Mette – bunter wird’s nicht“ auf ihr Publikum wirkt. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, den bekannten Cartoonisten einmal nicht nur auf Papier, sondern ganz unmittelbar zu erleben.
Bei der Signierstunde nahm sich Til Mette viel Zeit für seine Gäste. Er signierte Bücher und Zeichnungen, schrieb persönliche Widmungen und kam dabei mit den Besuchern schnell ins Gespräch. So entwickelte sich die Signierstunde zu weit mehr als einer Gelegenheit, ein Autogramm zu bekommen: Die Besucher lachten, fragten, erzählten und sprachen mit Til Mette über die kleinen und großen Absurditäten des Lebens, die auch den besonderen Reiz seiner Cartoons ausmachen.
Anschließend nahm Til Mette beim Künstlergespräch mit Ausstellungskurator Bernd Schönebaum die Besucher mit hinter die Kulissen seiner Arbeit. Er erzählte von seiner künstlerischen Entwicklung, von der Entstehung seiner Zeichnungen und davon, wie aus einer Idee schließlich eine pointierte Bildgeschichte entsteht. Dabei zeigte sich, dass hinter dem scheinbar mühelosen Humor seiner Cartoons ein genauer Blick, viel Erfahrung und ein ausgeprägtes Gespür für Sprache und menschliche Eigenheiten stecken.
Besonders spannend war es, den Künstler über seine eigene Arbeitsweise sprechen zu hören. Was macht eine gute Idee aus? Wann sitzt eine Pointe wirklich? Und wie findet man den richtigen Moment, aus einer Beobachtung eine Zeichnung entstehen zu lassen? Til Mette gab darauf unterhaltsame und persönliche Antworten – und gewährte seinem Publikum damit einen Blick auf die andere Seite seiner Cartoons.
Die Begegnung machte zugleich deutlich, warum Til Mette seit Jahrzehnten eine so große Fangemeinde besitzt. Seine Zeichnungen nehmen den Alltag, gesellschaftliche Entwicklungen und menschliche Schwächen mit einem scharfen, aber niemals lieblosen Blick unter die Lupe. Man lacht über seine Pointen – und erkennt sich dabei nicht selten selbst ein kleines bisschen wieder.
Die Ausstellung „Til Mette – bunter wird’s nicht“ ist noch bis zum 6. September sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr in der KulturWerkStadt, Poststraße 2, zu sehen. Sie bietet weiterhin reichlich Gelegenheit, die Welt des Cartoonisten zu entdecken – und vielleicht bei der einen oder anderen Zeichnung mit einem Schmunzeln festzustellen: Ganz unrecht hat er damit ja eigentlich nicht.