Großes Interesse an Führung über den  Magdalenenfriedhof

5. August 2026

Historische Gräber erzählen Burgdorfer Stadtgeschichte:
Großes Interesse an Führung über den  Magdalenenfriedhof

Auf großes Interesse stieß die öffentliche Stadtführung von Stadtmarketing Burgdorf (SMB) über den historischen Magdalenenfriedhof. Zahlreiche Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, gemeinsam mit den beiden fachkundigen Führern Konrad Michelssen und Michael Raupach vom VVV-Arbeitskreis Magdalenenfriedhof die geschichtsträchtige Gräberanlage unter der Hochbrücke zu erkunden.

Im Mittelpunkt standen die wechselvolle Geschichte des Friedhofs und seiner Kapelle sowie die Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhestätte fanden. Die beiden Führer erinnerten an die Namensgeberin Magdalene von Bentheim-Steinfurt, deren Stiftung den Bau der ersten Friedhofskapelle ermöglichte. Ebenso erläuterten sie die Entstehung der heutigen Kapelle aus dem Jahr 1869, die seit Jahrzehnten als außergewöhnlicher Ausstellungsort genutzt wird und seit 1987 gemeinsam mit dem Friedhof unter Denkmalschutz steht.

Besondere Aufmerksamkeit fanden die Grabstätten bedeutender Burgdorfer Persönlichkeiten. Dazu gehörten unter anderem der Kirchenliederdichter und frühere Superintendent Carl Johann Philipp Spitta, dessen 225. Geburtstag sich tags zuvor gejährt hatte, die Unternehmerfamilie Niemack sowie Bürgermeister Heinrich Schuster. Darüber hinaus erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über die Entwicklung der historischen Gräberanlage und den ältesten erhaltenen Grabstein aus dem Jahr 1713.

Die abwechslungsreichen Erläuterungen von Konrad Michelssen und Michael Raupach machten deutlich, dass der Magdalenenfriedhof weit mehr ist als eine historische Begräbnisstätte. Er vermittelt auf eindrucksvolle Weise Einblicke in die Geschichte Burgdorfs und bewahrt die Erinnerung an Menschen, die das Leben der Stadt über viele Generationen geprägt haben. Die Teilnehmer dankten den beiden Gästeführern mit großem Beifall für ihre kenntnisreiche und anschauliche Führung.