Schauspiel „Blind“ zum Saisonausklang am 29. Mai im Theater am Berliner Ring

5. Mai 2026

Schauspiel „Blind“ zum Saisonausklang am 29. Mai im Theater am Berliner Ring:
Ein funkensprühender Schlagabtausch zwischen Vater und Tochter

Mit dem Schauspiel „Blind“ von Lot Vekemans verabschieden sich der VVV und die Stadt Burgdorf am Freitag, 29. Mai, aus der aktuellen Gastspielzeit des Theaters für Niedersachsen. In Annalena Köhnes Inszenierung übernehmen Gotthard Hauschild und Linda Riebau die Hauptrollen.  Bevor sich um 20.00 Uhr der Vorhang im Theater am Berliner Ring hebt, lädt um 19.30 Uhr eine kostenlose Einführung dazu ein, mehr über die Entstehungsgeschichte des Stücks zu erfahren. Eintrittskarten gibt es bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Str. 2, Tel. 05136 – 1862, sowie online über www.reservix.de. Jugendliche und VVV-Mitglieder erhalten Ermäßigungen.

Angespannte Vater-Tochter-Beziehung

Zur Bühnenhandlung:  Richard arbeitete früher in der Wasserwirtschaft. Seit dem Tod seiner Frau hat er sich sehr zurückgezogen. Um sein tägliches Wohlergehen kümmert sich seine Haushälterin Lizzy. Helen, Richards Tochter, besucht ihren Vater nur selten. Das Verhältnis ist angespannt, weil Richard Helens Ehemann aufgrund seiner Hautfarbe ablehnt. Aber heute ist die Haushälterin nicht erschienen und Helen muss einspringen, da ihrem Vater die Erblindung droht und er auf Hilfe angewiesen ist. Eine Auseinandersetzung kommt in Gang, in der beide miteinander kämpfen – sprachlich gewandt, politisch und sehr persönlich: um ihre Souveränität, um ihre Überzeugungen, um ihr selbstbestimmtes Leben. Aber auch um ihre gegenseitige Zuneigung und Liebe als Vater und Tochter.

Ein intensiver Theaterabend

Die seit 1995 aktive und mehrfach ausgezeichnete  niederländische Autorin Lot Vekemans ist dem Publikum des Theaters für Niedersachsen schon bekannt durch ihre Stücke  „Gift. Eine Ehegeschichte“ und Judas“. Die Uraufführung ihres neuesten Werkes „Blind“ fand 2023 statt.  Die Geschichte sprüht vor Kontroverse und Zärtlichkeit. Sie gibt Einblicke in eine familiäre Beziehung, die menschlicher und tiefer kaum sein könnte.  Das Publikum erlebt einen intensiven und beeindruckenden Theaterabend, der Themen wie Klimawandel und Rassismus anspricht ohne moralischen Zeigefinger, bei dem immer wieder auch Humor aufblitzt – und der vor allem eines ist: tief berührend. In einer Zeit, in der schnelles Antworten und pauschales Verdammen von anderen Ansichten Konjunktur haben, zeigt dieses Theaterstück, wie wichtig es ist, einander zuzuhören. Ein kraftvolles Plädoyer für mehr Toleranz – und ein Fest der Schauspielkunst.

Nach der durch Umbauarbeiten verlängerten Sommerpause startet am 11. Dezember die Spielzeit 2026/27 mit Peter Shaffers „Komödie im Dunkeln“.  Der Verkauf der neuen Abonnements beginnt im Spätsommer  bei Bleich Drucken und Stempeln. Ab November sind auch die Einzelkarten für alle Vorstellungen erhältlich.