„Wann wähle ich die klassische 112 und wann die 116117?“


Dr. Dariusz Nowak

Am Donnerstag, 15. Oktober, setzt VVV Ü 50 – Club für aktive (Un)Ruheständler um 15.00 Uhr sein neues Programm nach der Corona-Pause mit einem Vortrag über die richtige Auswahl der Notfallnummern im Veranstaltungszentrum StadtHaus (Sorgenser Straße 31) fort.  Referent ist Dr. Dariusz Nowak vom DRK-Ortsverein Burgdorf.  Teilnehmerkarten gibt es unter Angabe der persönlichen Kontaktdaten bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136 – 1862.  VVV-Mitglieder erhalten Ermäßigungen. 

Dariusz Nowak erläutert, welche medizinischen Notfallkriterien die sofortige Wahl der Telefonnummer 112 nahe legen und in welchen Fällen eine Kontaktaufnahme mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117 sinnvoller wäre.  Dabei stellt er klar, dass bei augenscheinlich lebensbedrohlichen Fällen,  in denen es auf jede Minute ankommt, die sofortige Wahl der 112 absolute Priorität hat.  Dies gilt beispielsweise für Herz- und Schlaganfälle, auftretende Bewusstlosigkeit, schwere Schockzustände und erhebliche Verbrennungen.  Demgegenüber sollte bei erkennbar weniger schwerwiegenden Symptomen die 116 117 den Vorrang genießen.  Dies würde dazu beitragen, die immer häufiger auftretende Überlastung der Notaufnahmen in den Krankenhäusern nicht noch weiter zu erhöhen.  So rät der Referent dringend davon ab,  bei Beschwerden wie Migräne, Hexenschuss, schweren Erkältungskrankheiten oder Durchfällen gleich die 112 zu wählen und damit dringend benötigte Kapazitäten zur Behandlung akuter Notfälle überzustrapazieren.