„Stadtbilder Burgdorf gestern und heute“


Die KulturWerkStadt 1975


Die KulturWerkStadt (heute)

Der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt Burgdorf präsentieren die Fotoausstellung „Stadtbilder – Burgdorf gestern und heute“ vom Sonntag, 6. September,  bis zum Sonntag, 11. Oktober,  in der nach wochenlanger Corona-Pause erstmals wieder geöffneten KulturWerkStadt (Poststraße 2).  Als Sonderausstellung sind zudem ausgewählte, von einer Jury ausgezeichnete Arbeiten des Ideenwettbewerbs „Burgdorf 2020“ zu sehen,  den Stadtmarketing Burgdorf im Themenjahr 2011 „Burgdorf schreibt Geschichte!“ für die Schulen der Stadt ausrichtete. Dabei ging es darum, kreative Ideen zu entwickeln,  wie das Leben in der  Stadt im Jahr 2020 aussehen könnte.  Entstanden sind u.a. originelle und einfallsreiche Zeichnungen, Collagen, Texte und Gedichte,  die noch einmal der Öffentlichkeit vorgestellt werden. 

Fördernde Unterstützung leisteten die Stadtsparkasse Burgdorf und die Region Hannover.  Beim Besuch der KulturWerkStadt gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen, die das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie das Einhalten der Abstandsregeln und Hygienevorgaben vorschreiben.  Öffnungszeiten (bei freiem Eintritt):  sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr.  Zur Kunstmeile am Sonntag, 6. September, gelten Sonderöffnungszeiten: 12.00 bis 18.00 Uhr.

Attraktives Beiprogramm

Am Region-Entdeckertag, 13. September, ist die Ausstellung von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Um 14.00 Uhr führt der ehemalige Bürgermeister Alfred Baxmann durch die Schau.  Daran können maximal 9 Personen nach vorheriger telefonischer Anmeldung bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136 – 1862, teilnehmen.   Am Sonntag, 27. September, laden die Gastgeber zu einem stadtgeschichtlichen Spaziergang mit Christoph Adolph ein.  Treffpunkt ist um 14.00 Uhr an der KulturWerkStadt.  Teilnehmerkarten (für maximal 9 Personen) gibt es ebenfalls bei Bleich Drucken und Stempeln. Auch hier ist die Angabe der Kontaktdaten erforderlich.

Stadtansichten aus historischer und Gegenwartsperspektive

In zahlreichen Bildpaaren stellt die Schau historische und aktuelle Stadtansichten gegenüber und demonstriert den Wandel des städtischen Erscheinungsbildes. Sie zeigt aber auch,  dass der historische Stadtkern nahezu unverändert geblieben ist.    Der Burgdorfer Fotograf Joachim Lührs übernahm die Ablichtung der Stadtbilder aus heutiger Zeit. Für seine Aufnahmen wählte er den gleichen Blickwinkel wie die damaligen Fotografen.  Entstanden ist eine sehenswerte Foto-Dokumentation, die es dem Betrachter erlaubt,  die  städtebauliche Entwicklung der Auestadt seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mitzuverfolgen.   Alle Fotos aus der Vergangenheit stammen aus dem VVV-Bildarchiv. Stadtgeschichtliche Exponate aus dem Magazin des Stadtmuseums und der KulturWerkStadt  umrahmen die Bilderschau.

Von der Gaststätte zum Autoteilehandel

Bei vielen Bildpaaren ist der Wiedererkennungswert trotz der zeitlichen Differenz sehr groß. Das trifft beispielweise auf historische Rathaus I in der Marktstraße, die ehemalige Synagoge in der Poststraße (heute: KulturWerkStadt) und das Umfeld des „Schwarzen Herzogs“ zu,  wenn auch die Gaststätte und das Hotel mittlerweile geschlossen sind.  Dagegen erschließt sich bei manchen Aufnahmen erst bei genauerem Hinsehen,  dass darauf die gleichen Straßenzüge und Gebäude damals und in der Gegenwart zu sehen sind.  Wer sich das heutige Bild der Schillerslager Straße 20 mit dem dort angesiedelten Autoteilehandel ansieht,  würde nur noch als älterer Burgdorfer darauf kommen,  dass er sich an derselben Stelle die auf dem dazugehörigen Foto aus dem Jahr 1956 abgebildete  Gaststätte „Birkhahn“ befand.  Richtet sich der Blick vom rechten Bildrand des Fotos der Marktstraße aus dem 1937 auf die gleiche Stelle des aktuellen Fotos, ist das dort abgebildete  Gebäude der Stadtsparkasse Burgdorf, das seit 1912 als Stammsitz des Geldinstitutes dient,  nicht sofort wieder erkennbar. Dies liegt an diversen Modernisierungsmaßnahmen im Verlauf der Jahrzehnte.

Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1850

Einen ersten tiefgreifenden Modernisierungsschub für die Stadt bedeutete der Anschluss an die Eisenbahn. 1850 baute die Königlich-Hannoversche Eisenbahndirektion das erste Burgdorfer Bahnhofsgebäude an der 1845 fertiggestellten Strecke Lehrte–Celle. An der Planung wirkte auch der hannoversche Hofbaumeister Laves mit.  In den Jahren 1959 und 1985 kam es zu Umbauarbeiten, denen sich 2000 grundlegende Modernisierungsmaßnahmen  anschlossen. Lediglich das zweistöckige Gebäude mit den Rundbogenfenstern stammt noch aus dem Jahre 1850.  Fotos aus dem Jahre 1928 und aus heutiger Sicht zeigen den Wandel des Burgdorfer Bahnhofs.