Das Stadtmuseum verwandelt sich in eine große Sammlerstube/
Ausstellung vom 5. September  bis 31. Oktober:
„Verborgene Schätze — Sammler stellen aus“



Die Vielfalt menschlicher Sammeltätigkeit ist nahezu unerschöpflich. Welche Kostbarkeiten in regionalen Sammlerstuben zu finden sind, zeigt die neue Ausstellung „Verborgene Schätze — Sammler stellen aus“,  die der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt Burgdorf von  Sonntag  5. September, bis Sonntag, 31. Oktober, im Stadtmuseum (Schmiedestraße 6) präsentieren. Fördernde Unterstützung leisten die Region Hannover und die Stadtsparkasse Burgdorf.  Die Schau ist bei freiem Eintritt sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.  Zum Verkaufsoffenen Sonntag und Regions-Entdeckertag am 5. September gilt folgende Sonderöffnungszeit: 12.00 bis 18.00 Uhr.  Für den Museumsbesuch gelten die 3 G-Regeln (geimpft, genesen oder getestet) mit entsprechendem Nachweis.  Zudem ist eine persönliche Registrierung der Kontaktdaten erforderlich.  

Die beteiligten Sammlerinnen und Sammlern widmen sich teilweise über mehrere Jahrzehnte ihren Interessengebieten und trugen dabei umfassende Sammlungen von oft besonderem Seltenheitswert zusammen. Für die Ausstellung wählten sie einen repräsentativen Querschnitt aus. Einige Objekte waren noch nie in der Öffentlichkeit zu sehen.

Rund um die Fankultur

Sammlerstücken, die der „schönsten Nebensache der Welt“ zu verdanken sind und alle Facetten des Fußballkosmos widerspiegeln, ist ein eigener Ausstellungsabschnitt mit Exponaten des Fußballmuseum Springe gewidmet. Die Besucher haben die Gelegenheit, sich Eintrittskarten, Sportberichte, Sportutensilien, Fanartikel und vieles mehr  anzuschauen.

Ehemalige Schätze aus der Kindheit

Eine Fundgrube historischen  Blechspielzeugs ist die Sammlung von Dieter Vogelsang, deren Einzelstücke aus seiner Kindheit  stammen. Nachdem das verschollen geglaubte Spielzeug wieder aufgetaucht war,  fristete es bis vor vier Jahren ein Schattendasein auf dem Boden seines Wohnhauses. Seine Pensionierung im Jahr 2008 war der Anstoß, den Spielzeugbestand zu ordnen und systematisch zu erfassen.  Dabei traten viele außergewöhnliche Prachtstücke an das Tageslicht.   In der Ausstellung zu sehen sind unter anderem Spielzeugfahrzeuge und Blechspielzeug in unterschiedlichsten Ausprägungen und die Eisenbahnlandschaft zu sehen,  die nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringt.

Modellauto-Enten aller Varianten

Karl-Martin Voget ist leidenschaftlicher Fan von Enten-Automodellen und besitzt eine seit 1986 kontinuierlich weiterentwickelte Sammlung mit fast 225 unterschiedlichen Exemplaren. Von „originalgetreu” bis „nachempfunden”, aus Wachs, Blech oder Bleikristall, mit eingebauter Uhr oder Soundchip ist alles dabei.  Zudem nennt Voget bekannte Filmenten wie die gelbe Ente aus dem James-Bond-Film „For your eyes only”  oder die „Pol-Ente” aus der Serie „Hals über Kopf” sein eigen.  Auch die hellgrüne Ente aus dem Timm und Struppi-Comic ist in der Sammlung vertreten.

Leidenschaft für Wandmasken

Die Leidenschaft für die Wandmasken aus Keramik verdankt Matthias Piering einem Flohmarktbesuch.  Dabei stieß er auf eine stilvolle Wandmaske, die seine Aufmerksamkeit auf sich zog und sein näheres Interesse weckte. Mir ihr legte er den Grundstein für eine vielfältige Sammlung, deren attraktivste Exemplare im Stadtmuseum zu sehen sind. Sie stammen überwiegend von den führenden Manufakturen der 1950er Jahre Goldscheider (Österreich) und Cortendorf (Deutschland).  Die Museumsbesucher werden feststellen,   dass diese Art von Wanddekoration zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.  Als Nachfahre einer traditionsreichen sächsischen Instrumentenbauerfamilie entwickelte Matthias Piering zudem eine  Sammelleidenschaft für Blechblasinstrumente und stellt im Stadtmuseum historische Posaunen aus,  die ihren musikalischen Dienst bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhundert erfüllten.

Historische Friseurausstattung

Mit welchen Utensilien die Friseure in der Zeit von 1910 bis in die 1970er Jahre ihr Handwerk ausübten, zeigt eine umfangreiche Auswahl von Exponaten aus Friseursalons des vorigen Jahrhunderts. Bernd Langes Sammelbegeisterung weckten seit seiner Kindheit Automobile im verkleinerten Maßstab.  Später konzentrierte er sich auf Mercedes-Modelle und nahm alle Fahrzeugvarianten vom Oldtimer bis zum Rennwagen in seine Sammlung auf.  Der nostalgische Klangcharakter von Schallplatten übt eine besondere Anziehungskraft auf Eberhard Rumpf aus und veranlasste ihn,  eine reichhaltige Kollektion dieser Tonträger mit Musik aller Stilrichtungen von Klassik über Jazz bis zum Rock aufzustellen.

Von Buffetuhren bis Badeenten

Roland Schuberts Sammlung umfasst zahlreiche Buffetuhren, deren klangvoller Stundenschlag noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in fast jedem Wohnzimmer zu hören war und heute weitgehend verklungen ist. Zudem faszinieren ihn Gebäckdosen aus Porzellan. Wie vielfältig menschliche Sammlerneigungen sind, zeigen auch die anderen Exponate. So gibt es Bettwärmer,  Fingerhüte, Moccalöffel,  ein Miniatur-Affenorchester mit Figuren aus der Zeit des Meissener Barock und Kaffeekannen aus 100 Jahren zu sehen, die die wechselnde Mode der Kaffeekultur reflektieren. Beteiligt ist auch die Radfahrgalerie Burgdorf mit einer Auswahl historischer Fahrräder. Eine Auswahl von Badeenten mit einer verblüffenden Vielfalt an fantasievollen Motiven rundet die Ausstellungspalette ab.