Rainer Künnecke schlüpft in die Rolle des märkischen Dichters



Zu einer Theodor Fontane-Lesung mit dem Schauspieler Rainer Künnecke und musikalischer Begleitung des Handglocken-Trios lädt VVV Ü 50 – Club für aktive (Un)Ruheständler am Sonntag, 22. März, um 17.00 Uhr im  Veranstaltungszentrum StadtHaus  (Sorgenser Straße 31) ein. Teilnehmerkarten gibt es bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136 – 1862.  VVV-Mitglieder erhalten im Vorverkauf Ermäßigungen.

Vom Apotheker zum Literaten

Der Schauspieler Rainer Künnecke ist in Burgdorf als „Nachtwächter Hinnerk“ unterwegs und erzählt amüsant und lehrreich die Geschichte der Stadt Burgdorf. In Hannover feiert er im Leibniztheater mit seinem Theaterstück „Haarmann lädt zum Dinner“ gerade Erfolge. Nun schlüpft er in die Rolle des Schriftstellers Theodor Fontane, der als bedeutendster Vertreter des bürgerlichen Realismus galt, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die deutsche Literatur prägte.  Rainer Künnecke erzählt aus dem Leben des Dichters und wie dieser als Apotheker, Journalist und Theaterkritiker schließlich den Weg zur Dichtkunst und Literatur fand.  Dass es kein gradliniger Weg war,  verriet er in seinen 1892 und 1898 Lebenserinnerungen.  Neben seinen Romanen, Novellen und Erzählungen verfasste Theodor Fontane auch Gedichte. Das bekannteste ist sicher „Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, in dem er den Birnbaum im Garten eines jahrhundertealten märkischen Adelsgeschlechtes besang.  

Unbekannte Seiten des märkischen Dichters

Auf der Bühne des StadtHauses blickt Rainer Künnecke als Fontane auf dessen Lebenserinnerungen zurück und liest eine Auswahl seiner Gedichte und Erzählungen vor.   Dem Publikum offenbart er dabei auch bisher unbekannte Seiten des 1898 verstorbenen märkischen Schriftstellers, dessen berühmtesten Roman „Effi Briest“  der legendäre Regiesseur Rainer Werner Fassbinder im Jahr 1974 verfilmte.  Die poetische Soiree im Stadthaus verfeinern musikalische Zwischeneinlagen mit dem hannoverschen  Handglocken-Trio Mareike Hußmann, Antje Mexner und Isabel Wesche. Die 3 Glöcknerinnen stellen mit  sphärischen Klängen die Techniken des Glockenspiels vor und erfassen ein breites Musikspektrum von Originalkompositionen aus der Klassik bis zur Moderne mit eigenen Bearbeitungen.